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Darum ist Stille manchmal so wichtig

Wusstest du, dass gesunde Menschen nicht ohne Hilfe NICHTS hören können? Irgendwas hören wir immer. Erst recht in einer so lauten Welt wie unserer. Dabei ist Stille manchmal so wichtig für uns. Warum? Das erkläre ich dir hier.

Hast du schon einmal versucht, nichts zu hören? Das funktioniert bei gesunden Menschen nicht ohne Hilfsmittel. Unser Gehör ist einfach immer eingeschaltet. Wir kennen kaum vollkommene Stille. Nur mit Kopfhörern oder Ohrstöpsel – oder mit meterdicken Wänden um uns herum.

Früher mag das extrem wichtig gewesen sein. Herannahende Gefahren frühzeitig hören, Warnrufe erkennen – das konnte einem damals echt das Leben retten, wenn man es rechtzeitig in Sicherheit schaffte. Eine stille Umgebung ist uns heute kaum noch vertraut. Wenn wir nicht gerade auf dem Land oder irgendwo weitab »vom Schuss« leben, sind wir rundum von Dauerbeschallung umgeben. Autos, Straßenbahnen, Baustellen, Haushaltsgeräte – wir sind in der Zwischenzeit so an diese sogenannten Zivilisationsgeräusche gewöhnt, dass wir sie kaum noch bewusst wahrnehmen. Wenn wir dann tatsächlich mal Stille erleben, fällt sie auf wie eine rote Traube unter lauter grünen.

Man könnte fast schon so weit gehen, zu sagen: Stille ist ein Luxus geworden, in dessen Genuss wir nur noch selten kommen. Telefonschellen, der Lärm der Nachbarn um uns herum – es sind so viele kleine Dinge, die sich auf Dauer summieren. Dabei ist es so wichtig, manchmal einfach die Stille aktiv zu suchen.

hören - stille -lauschen - liegender Mensch

Stille baut Überstimulation ab

Wir Introvertierte nehmen ja ohnehin mehr und schneller Reize auf als manch extrovertierter Kollege. Wir brauchen aber auch länger, um sie zu verarbeiten. Manchmal, wenn es bei uns in der Agentur zu laut und zu wuselig ist, setze ich mich bewusst hinunter in die Küche und mache für ein paar Minuten die Tür zu. Einfach mal durchatmen und abschalten von der Dauerbeschallung, die uns manchmal durch den Arbeitsalltag begleitet.

Wenn wir Introvertierte uns regelmäßig nur für ein paar Minuten in die Stille zurückziehen, dann können wir diesen Dauerstresspegel, den wir unwillkürlich – und oft auch unbemerkt – aufbauen, abbauen und wieder freie Kapazitäten schaffen. Eine kleine Erholung für zwischendurch.

Stille justiert die Sinne wieder neu

Ist dir schon mal aufgefallen, wenn du dich in einer stillen Umgebung befindest, dass du plötzlich viel mehr Details wahrnimmst?

Geh mal eine halbe Stunde im Wald spazieren – weit ab von allen Autos und Straßen und Schulen. Das leise Rauschen der Blätter, die einzelnen Vogelarten, selbst die Bewegungen von Eichhörnchen nimmst du nach einer Weile wahr. Normalerweise gehen so leise Geräusche in unserer lauten Welt immer komplett unter.

Wenn du Zeit hast, geh also ruhig zwischendurch raus in die Natur, möglichst weit weg von allem Lärm. Das füllt deine Energiereserven im Nu auf und du kannst dich wieder viel besser konzentrieren.

In Stille konzentrierter arbeiten

Gerade, wenn es bei dir auf der Arbeit turbulent und laut zugeht, solltest du dir zwischendurch ein wenig Ruhe gönnen. Klar, du kannst nicht einfach deine Arbeit unterbrechen und dich komplett rausziehen – die wenigsten von uns können das. Aber wenn du einen Bürojob hast, bei dem du nicht durchgehend Kunden bedienen oder am Telefon sein musst, könnten beispielsweise Kopfhörer sehr hilfreich sein.

Ich persönlich liebe diese Noise-Cancelling-Kopfhörer. Die gibt es tatsächlich als klassische Kopfhörer oder auch als Ohrhörer – aktuell habe ich letztere Variante. Die war auch gar nicht teuer. Ich hatte bei einem Discounter  mal eine 10 EUR-Variante ausprobiert als Bluetooth-Headset und ich bin begeistert. Auch unser Chef ist von der Idee überzeugt und führt jetzt für alle Mitarbeiter unserer Agentur die Nutzung von Bluetooth Headsets ein – in der Noise-Cancelling-Version. Die können wir zum Telefonieren und Musikhören nutzen. Effektivität und Produktivität und so. Amen to that! Wenn du dich nämlich mal wirklich auf deine Aufgabe konzentrieren willst, gibt es nichts Besseres, als die Welt und ihre Geräusche einfach mal für ein paar Minuten komplett auszublenden.

Dem frühen Vogel…

… kann zumindest niemand auf den Sender gehen. Zumindest dem richtig frühen. Ich persönlich habe mir angewöhnt, jeden Morgen um 5 Uhr aufzustehen. Jeden. Auch am Wochenende und an freien Tagen – ja, auch im Urlaub. Ja, total bekloppt. Ich weiß. Das habe ich am Anfang auch gedacht. Aber mittlerweile liebe ich die Zeit morgens und möchte sie nicht mehr missen. Da ist nämlich noch kaum jemand wach. Die Nachbarn nicht, die Leute aus dem Berufsverkehr nicht, die Schulkinder nicht – und auch unsere Wellensittiche befinden sich noch im Tiefschlaf.

Ich gebe zu, das ist nicht für jeden etwas. Wer bis spät in die Nacht aufbleibt, wird mit drei Stunden Schlaf oder weniger nicht glücklich werden. Ich gehe meist so zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett. Manchmal auch etwas später. Das kann ich aber auch nicht zu oft machen, sonst fehlt mir der Schlaf.

Wenn wir mal ehrlich sind: Die Umstellung ist echt hart. Die ersten Male habe ich wirklich gekämpft und bin auch fast über meiner Kaffeetasse wieder eingeschlafen. Aber ich bin wirklich froh, dass ich das durchgezogen habe, denn morgens um fünf – wenn die Welt noch im Dämmerzustand ist, es vielleicht sogar noch dunkel ist – kann ich in meinem Tempo wachwerden. Kann mich vor der Arbeit oder vor der Schule Dingen widmen, die mir guttun. Ich setze mich zum Beispiel sehr gerne morgens um diese Zeit an meinen Laptop und schreibe. Entweder einen Blogpost (dieser hier entstand übrigens um diese Uhrzeit) oder ich arbeite ein wenig weiter an meinen Geschichten. Die Stille tut mir gut, ich kann mich konzentrieren, langsam in den Tag starten und bin deutlich entspannter, als wenn ich direkt unter Zeitdruck loslegen muss.

Du bist an der Reihe!

Wie sieht es bei dir aus? Brauchst du manchmal auch absolute Ruhe oder bist eher der Typ Mensch, der den Trubel um sich herum braucht, um so richtig aufdrehen zu können? Was sind deine Rituale im Alltag, mit denen du zur Bestform aufläufst?

Schreib mir deine Ideen und Tipps in die Kommentare!

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